// MEDITATION – TEIL I

„Happiness comes from within.“ – Brian L. Weiss

Photo by Ben Bowens on Unsplash

Nach dem ich letzte Woche wieder zahlreiche Health-, Selflove- und Inner Beauty – You-Tube Videos gekuckt habe, habe ich mich entschieden eine 100 Tage Meditations-Challenge zu starten. Für 100 Tage möchte ich täglich zwischen 10 bis 20 Minuten meditieren. Die Challenge soll nicht ganz im Verborgenen ablaufen, deshalb habe ich mich entschieden, zwei bis drei mal während dieser Zeit einen informativen Post zum Thema Meditation auf dem Blog zu veröffentlichen.

Dieser erste Teil soll einen kleinen Überblick über die Herkunft der Meditation, die verschiedenen Techniken und natürlich deren Wirkung bieten. Im zweiten Teil möchte ich dann verschiedene App’s, Tools und natürlich Bücher und Hörbücher vorstellen, welche euch das Erlernen der Meditation vereinfachen sollen oder einfach mal schmackhaft machen sollen.

// h e r k u n f t   &   t e c h n i k e n .

Meditation bedeutet so viel wie (nach-)denken, sinnen oder überlegen. Besonders verbreitet ist die Meditation in fernöstlichen Traditionen wie dem Hinduismus, Buddhismus oder dem Daoismus. Auch das Christentum kennt eine Art der Meditation, sie ist jedoch im Laufe der Jahrhunderte immer mehr verschwunden. [1]

Die Techniken, also die Form, in welcher die Meditation praktiziert wird, variiert nicht nur je nach traditioneller, religiöser Herkunft sondern auch je nach Schule und teilweise sogar zwischen den verschiedenen Lehrern. [2]

Grundsätzlich geht es aber darum einen vom Alltagsbewusstsein fernen Bewusstseinszustand zu erlangen. Ein Zustand frei von Bewertung sowie subjektiver Bedeutung der Erinnerungen und der Zukunft. [3] Die Meditation geschieht in einem Zustand des Halbbewusstseins. Dies bezeichnet ein schlafähnlicher Zustand, bei welchem der Körper sich in tiefer Entspannung befindet und deshalb eine enorme Regenerationskraft für Körper und Geist vorhanden ist. [4]

Es gibt eine aktive und eine passive Form der Meditation. Bei der aktiven Meditation werden kontrollierte Bewegungen ausgeführt, während die passive Meditation im Sitzen oder Liegen stattfindet. Grundsätzlich wird mit der Bezeichnung „Meditation“ die passive Form gemeint. Dabei werden vier verschiedene Meditationsformen unterschieden: [5]

/ stille-/ruhemeditation.

Bei dieser Form der Meditation wird die gesamte Konzentration auf die Atmung gelenkt. Dies dient der Abschüttlung von störenden, äusseren Reizen und der Richtung der Konzentration auf das innere Selbst. Belastende Gedanken oder Gefühle sollen losgelassen werden.

/ achtsamkeits- /einsichtsmeditation.

Die Achtsamkeits- oder Einsichtsmeditation setzt den Schwerpunkt auf die Konzentration und Wahrnehmung des subjektiven und emotionalen Zustandes. Wie fühlen sich meine Beine, Arme, Hände oder mein Bauch an? Wie ist meine Stimmung? Bin ich wütend? Gestresst? Ruhig? Dabei ist es wichtig, dass keine Wertung vorgenommen wird, es soll nur wahrgenommen und akzeptiert werden.

/ konzentrationsmeditation.

Bei der Konzentrationsmeditation wird die Konzentration auf den Atem oder auf ein bestimmtes Mantra gelegt. Dies soll zu einer tiefen Beruhigung des Geistes führen.

/ transzendentale meditation.

Die Transzendentale Meditation ist die wohl häufigste und bekannteste Form der Meditation. Das Ziel dieser Meditationsform ist es, tiefe Entspannung und Ruhe zu erfahren, während der Geist wach bleibt. Dadurch sollen Stress und Verspannungen gelöst werden und der Körper kann zur Ruhe kommen und neue Energie tanken. [6]

Photo by Tim Goedhart on Unsplash

// p o s i t i v e    w i r k u n g .

Meditation ist ein mentales Training, dessen Wirkung weit über das generelle Ziel der Entspannung und inneren Ruhe herausgehen. Während der letzten Jahrzehnte haben Neurowissenschaftler in zahlreichen Studien und Hirnscans erkannt, dass Meditation die menschliche Gehirnstruktur positiv beeinflussen kann. Auf einige diese Vorteile werde im Folgenden kurz eingehen und probieren eine groben Abriss zu bieten.[7]

Durch Meditation nimmt die Substanz des rechten Mandelkerns im Gehirn ab, was mit reduziertem Stress- und Angst-Erleben einhergeht.  Weiter wird die Cortisol-Ausschüttung gehemmt und die graue Substanz im Hippocampus (Teil des limbischen Systems unseres Gehirns) verdichtet sich, womit die Fähigkeit der Emotionsregulierung unseres Gehirns verbessert wird. [8]

Meditation lernt einen weiter, Gedanken mit Distanz zu beobachten und achtsam zu sein. Menschen, die meditieren haben somit weniger schnell unkontrollierte und affektive Reaktionen. Regelmässige Konzentrationsübungen, wie es die Meditation ist, haben weiter einen positiven Einfluss auf die emotionale Stabilität, das Gedächtnis, die Konzentrationsfähigkeit und die geistige Flexibilität. [9]

Schlussendlich hat Meditation auch eine positive Wirkung auf unsere körperliche Gesundheit:

  • besserer Schlaf: durch das Antrainieren von Achtsamkeit ist unser Geist mit weniger Gedanken beschäftigt und wir können abends besser einschlafen und auch besser schlafen
  • reduziertes Schmerzempfinden: Neurologen haben herausgefunden, dass bei der Meditation Schmerzareale im Gehirn runterfahren und sich die Schmerzintensität dadurch bis zu 40% vermindern kann

Auch ein tieferer Blutdruck, ein stärkeres Immunsystem (dank der Aktivierung der linken Gehirnhälfte) und weniger Entzündungen gelten als wissenschaftlich belegte körperliche Effekte der Meditation. [10]

// m e d i t a t e .

Meditation ist also pure Bereicherung für unseren Körper. Und ganz ehrlich, was gibt es schöneres, als nach einem gestressten Tag nach Hause kommen und kurz 20 Minuten in einem tranceähnlichen Zustand zu versinken, der einen alles um einen herum vergessen lässt. Einfach loslassen und sich auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Ich habe auch vor Beginn der Challenge immer wieder meditiert, da mein Freund ein grosser Fan davon ist, jedoch habe ich es noch nie zuvor an mehreren Tagen hintereinander praktiziert. Falls Ihr also meine eigenen Gedanken und Erkenntnisse aus dieser Challenge auch noch lesen möchtet bleibt dran, denn das werde ich euch gegen Ende der 100 Tage in Teil 3 erzählen.

Ich freue mich auf euer Feedback. Namaste.