// SLOW FASHION OUTFIT NO. 1

In diesem Beitrag möchte ich mein erstes Slow Fashion Outfit vorstellen. Unter Slow Fashion verstehe ich eine entschleunigte, nachhaltige und vor allem eine bewusste Mode. Darunter zählt neben fair und nachhaltig produzierten Kleidungsstücken auch Second Hand Clothing, lokale Produktionen und qualitativ hochwertige Kleidungsstücke. Wichtig ist der reduzierte und bewusste Konsum.

Meiner Meinung nach soll Kleidung, vordergründig Kreativitäts- und Ausdrucksform sein. Unabhängig von Trends und Seasonal Must-Haves sollen wahrer Stil und Bewusstsein kommuniziert werden.

Besonderes Augenmerk möchte ich auf die beiden nachhaltig produzierten Kleidungsstücke legen. Zuerst der wunderschöne Wollmantel von Soolista. Soolista ist ein kleines Tschechisches Label. Das Label mit minimalistischem Design produzieren nur wenige Stücke pro Design. Für diesen Mantel waren es in der Schweiz zwei: Einen in Grösse 38, den ich hier trage und noch einen in Grösse 40. Vertrieben werden die Kleidungsstücke in der Schweiz in  Zürich in der Macherei –  ein kollektiv aus jungen, lokalen Machern, die grossen Wert auf eine transparente und nachhaltige Produktionskette legen.

Der aussen reine Wollmantel ist innen vollständig mit Baumwolle ausgekleidet. Dies macht ihn viel wärmer als er eigentlich aussieht und zudem ziemlich windabweisend. Dank seines asymmetrischen Schnittes wird der Mantel zum absoluten Hingucker. Nicht nur einmal wurde ich auf der Strasse darauf angesprochen. Der einseitig hoch geschnittene Kragen kann ausserdem an windstillen Tagen gut als Schal verwendet werden.

Einziger Nachteil: Für die eisig kalten Tage ist der  definitiv zu kühl, dafür aber eindeutig bis in den späten Frühling tragbar.

Das zweite nachhaltige Kleidungsstück ist der Pullover. Dieser ist von Cossac – eines meiner absoluten Lieblingslabels momentan. (Für mehr Inspiration und nachhaltige Labels, schaut mal hier vorbei.) Das britische Label produziert ausschliesslich mit nachhaltigen Materialien und legt grossen Wert auf Transparenz und das soziale Wohlergehen der Arbeiter.

Beim Pullover handelt es sich nicht um einen klassischen schwarzen Pullover. Er weist an den Ärmeln ein spezielles Design auf, sie sind nämlich seitlich sozusagen „aufgeschnitten“ worden. Die offenen Ärmeln ab dem Ellenbogen werten das Kleidungsstück unglaublich auf. Es ist nun nicht mehr nur ein Basic sondern definitiv auch ein weiterer Hingucker.

Der Pullover ist extrem anliegend. Dank des elastischen Materials ist es aber genug dehnbar um ihn ohne Mühe an- und auszuziehen. Zudem ist er als Body geschnitten. Mir gefällt das besonders gut, da ich ihn so auch in die Hosen stecken kann und es überall gleichmässig und chic aussieht und auch bei grossen Bewegungen nicht verrutscht. Definitiv DER grosse Vorteil an einem Body meiner Meinung nach.

Für mehr Fotos zu diesem Outfit schaut auf meinem Instagram vorbei. Da gibt es den Mantel auch noch in vielen weiteren spannenden Kombinationen.

 

 

 

 

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// CLEAN FASHION

Unsere Kleidung schützt uns vor Hitze und Kälte, vor Wind und Nässe. Unsere Kleidung reflektiert Persönlichkeit und Geschichte. Sie ist eine Kunstform und gleichzeitig lebenswichtig. Sie gibt und Schutz und Mut. Ohne Kleidung würden wir – zu mindest in unseren Breitengraden – im Winter jämmerlich verfrieren. Doch gleichzeitig ist unsere Kleidung unglaublich gefährlich.

In einem früheren Beitrag habe ich über die verherenden Auswirkungen unserer Kleidung (im spezifischen von Polyester-Kleidung) auf die Umwelt geschrieben. Hier geht es zum Blogpost. Neben all den zahlreichen negativen Auswirkungen auf die Natur und trotz deren breitgefächerten Vorteile kann Kleidung zur Gefährdung unserer eigenen Gesundheit werden. Denn in konventioneller Massenkleidung lauert eine unsichtbare Gefahr.

Photo by Alexa Mazzarello on Unsplash

// u n s i c h t b a r e s    g i f t .

Über 7’000 verschiedene Chemikalien und Farbstoffe sind heute in der Textilindustrie im Einsatz. Die Stoffe werden in den verschiedensten Bereichen eingesetzt. Unter anderem für den Motivdruck, bei der Verarbeitung von Leder, bei der Färbung oder Bleichung von Textilien, zur Herstellung knitterfreier Textilien, zur Produktion von extra feinen Stoffen und zur Reinigung der Textilien während der Produktion [1].

Einige dieser Chemikalien sind bekannt als NPE, NP oder Amine. Sie werden breitgefächert in der Textilindustrie eingesetzt, so ist Nonylphenolethoxylate (NPE) ein Bestandteil eines Waschmittels, mit dem die Kleidung während der Produktion immer wieder gereinigt wird [2]. Nonylphenol (NP) wird in der Textilindustrie vorzugsweise als Weichmacher bei Kunststoff-Aufdrucken eingesetzt und Amine bilden das Abbauprodukt vieler Farbstoffe, die in der Produktion eingesetzt werden [3]. Doch dies ist nur ein winziger Einblick in die über 7’000 im Einsatz stehenden Stoffe der Textilindustrie.

Beinahe alle dieser 7’000 verwendeten Chemikalien und Farbstoffe sowie deren Abbauprodukte sind für den Menschen hoch gefährlich. So wird Nonylphenolethoxylate zu Nonylphenol (NP) abgebaut – ein Stoff, der für Wasserorganismen toxisch wirkt und auch für den Menschen hoch gefährlich ist. NP wirkt hormonell und steht im Verdacht unfruchtbar zu machen. Amine, das Abbauprodukt vieler Farbstoffe lösen Hautreizungen aus und gilt als krebserregend. [4] Auch andere Stoffe gelten oft als stark fruchtschädigend, krebserregend, allergieauslösend und/oder biologisch nicht abbaubar.

Wer nun diese Stoffe googelt findet schnell ein EU-weites Verbot. Nicht nur für die oben genannten Alkylphenolen, zu jener Gruppe auch der Stoff Nonylphenoletoxylate sowie natürlich dessen Abbauprodukte gehören, sondern auch für viele weitere Stoffe wie beispielsweise Azofarbstoffe. Der Einsatz von Alkylphenolen zum Beispiel ist in der europäischen Textilindustrie seit 2003 verboten. 2005 gab es ein zusätzliches EU-weites Verbot für den Verkauf von NP-haltigen Produkten. Da jedoch nur stichprobenartige Kontrollen durchgeführt werden und diese Stoffe sowie auch die meisten anderen hochgiftigen Chemikalien in Produktionsländern wie China oder Bangladesh nicht verboten sind, grenzt es an Unmöglichkeit die belastete Importware aus dem Verkehr zu ziehen. Das zeigt auch eine Untersuchung der schwedischen Naturschutzvereinigung SNF. Sie zeigt auf, dass die Chemikalien trotz Verbot durch Importe ihren Weg in den EU-Raum finden. [5]

Für alle, die sich im Detail damit befassen möchten was, in welcher Form und in welcher Menge solche Chemikalien in unserer Kleidung gelangen, dem empfehle ich die Studie „Giftige Garne“ von Greenpeace [hier zu lesen]. Sie bietet einen wunderbaren Überblick über die meist verwendeten Chemikalien, die in der Textilbranche verwendet werden sowie den giftigen Kreislauf der Klamotten mit Schwerpunkt auf deren ökologische Auswirkungen.

// a l t e r n a t i v e n .

Nun klingt das alles wieder sehr negativ und unglaublich gefährlich – was es natürlich auch ist. Ich habe mich jedoch gewollt kurz gehalten bei der Aufzählung all dieser bösen Stoffe und was sie uns antun. Zum Einen ist es immer wieder etwa das Selbe was toxische Stoffe eben anrichten können – nicht nur in unserer Kleidung. Zum anderen ist es mir genau so wichtig, dass ein Bewusstsein dafür geschafft wird, dass es auch eine Alternative gibt. Wir müssen uns nicht ein T-Shirt überziehen, von dem wir wissen, dass es unter schrecklichen Umständen und mit giftigsten Mitteln produziert wurde und das uns vielleicht noch einen hässlichen Hautausschlag beschert. Es gibt genügend Alternativen und sie reichen weit über die verpönte selbstgestrickte Ökoware hinaus!

So was sind unsere Alternativen. Zum ersten sollten wir beim Einkauf aufmerksam sein und auf das Kleingedruckte achten. Hinweise wie „knitterfrei“, „bügelfrei“ oder wenn empfohlen wird das Kleidungsstück vor dem Tragen zu waschen können dies Indizien dafür sein, dass mehr Chemikalien eingesetzt wurden, als in anderen Textilien. [6] Ausserdem wurden viele solcher Kleidungsstücke oft mit schlecht haftende Farbstoffen gefärbt, die einfacher von der Haut aufgenommen werden können. [7]

Tipp zwei: Made in Europe. Wie bereits erwähnt, sind viele dieser hoch giftigen Chemikalien in der europäischen Produktion verboten. Im Notfall also „Made in Europe“ einer aussereuropäischen Produktionsstätte vorziehen. Dies gilt natürlich nur, wenn auch wirklich keine anderen Hinweise auf Zertifizierungen o.ä. zu finden sind. (In einem solchen Moment bitte immer darüber nachdenken, ob ihr das Stück wirklich braucht und wenn ja, ob nicht zuerst noch wenigstens Recherche getätigt werden kann.)

Tipp drei: GOTS-Zertifizierung. Zertifizierungen im Allgemeinen geben einem eine gewisse Sicherheit, dass die Produktion unter gesicherten und geregelten Umständen erfolgte. Einer der bekanntesten Standards ist der Global Organic Textile Standard (GOTS). GOTS ist ein weltweites Zertifizierungssystem, für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. Er definiert umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette sowie Sozialkriterien. Ob ein Label GOTS-zertifiziert ist, findet ihr auf dessen Webseite [Hier findet ihr meine eigene Liste mit nachhaltigen Labels]. In gewissen Boutiquen, die in ihrem Sortiment konsequent „korrekte Mode“ anbieten kann euch das Personal auch kompetent darüber informieren. [8]

Tipp vier: Jeans im Used-Look meiden. Der Used-Look wird durch Sandstrahlen hergestellt. Der Quarzstaub stellt ein grosses gesundheitliches Risiko für die Fabrikarbeiter dar. Als Folge erkranken viele Arbeiter an Silikose, einer gefährlichen Lungenkrankheit. Wer sich Jeans im Used-Look wünscht, soll diese doch zum Wohle der Fabrikarbeiter Second Hand kaufen. [9]

Photo on Unsplash

Die Idee diesen Artikel zu schreiben, ist während meiner Recherchearbeiten für //Polyester entstanden. Es ist mir sehr wichtig, ein Thema immer von mehreren Seiten zu beleuchten. In diesem Fall wollte ich nicht nur die umweltschädlichen Aspekte der Textilindustrie, sondern auch die gesundheitlichen Risiken aufzeigen. Natürlich ist das ganze eine „Never Ending Story“. Trotzdem habe ich versucht euch in diesem Post einen breitgefächerten Überblick zu geben sowie einige Gedankenanstösse für den nächsten Shoppingtrip. Wer sich weiter mit diesem Thema befassen möchte dem empfehle ich das Buch „Saubere Sachen“ von Kirsten Brodde.

 

 

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// MEIN WEG ZU SLOW & SUSTAINABLE FASHION UND WIESO ALLES MIT DER MILAN FASHION WEEK BEGAN

Laute Musik, gertenschlanke, hochgewachsene Models, dutzende neue Kleidungsstücke, überall Fotografen, Blogger, Journalisten, Modedesigner. – Die Fashion Week Mailand.

Photo by Brunel Johnson on Unsplash

Vor exakt einem Jahr bin ich in Mailand angekommen. Ein halbes Jahr Austausch in der Stadt der Mode und ich war Feuer und Flamme für die Fashion Show. Ich kaufte mir zusammen mit Freunden mehrere Outfits, dann ging es los. Von Show zu Show. Sieben Tage lang. Jeden Tag ein neues oder abgeändertes Outfit.

Ich liebte Mode, die Leute, ja die ganze Stadt war unglaublich modisch, und ich wollte auch dazu gehören. Ich wollte noch schickere Klamotten, ich wollte sie alle und ich wollte auffallen. Für all das, gab ich einen Haufen Geld aus (natürlich nicht mehr als für richtige, nachhaltige und faire Mode). Ich warf Geld aus dem Fenster für Kleidungsstücke, die qualitativ nichts wert sind und zudem unter haarsträubenden Bedingungen gefertigt wurden. Trotzdem war ich nicht glücklich. Teilweise habe ich die Kleider nach der Fashion Show kein einziges Mal mehr angezogen*. Ich war unzufrieden und ich dazu hatte ich schlechtes Gewissen. Bei jedem Kleidungsstück, dass ich mir neu kaufte erlebte ich Schuldgefühle. Irgendwann war ich richtig angewidert, wenn ich in ein Mainstream Einkaufszentrum ging. Angewidert von den überfüllten Kleiderstangen, den Wühltischen. Ich konnte es nicht mehr sehen. Alles war zu viel.

Die grossen Fast Fashion Ketten wie Zara und &other stories begann ich zu meiden. Ich probierte es in Boutiquen, vielleicht konnte ich mich mit Kleidungsstücken aus überteuerten Boutiquen in die modebewussten trendigen Mailänderin verwandeln. Doch die Zeit in Mailand neigte sich meinem Ende zu und ich wurde nicht glücklich.

Gleichzeitig zu meiner nicht enden wollenden Suche hat mich das Leben in Italien dazu angeregt, mich mehr mit Nachhaltigkeit auseinander zu setzen. So kam es, dass das Thema Nachhaltigkeit einen immer höheren Stellenwert in meinem Leben erhielt. Nach und nach wurde Nachhaltigkeit nicht nur in der Ernährung, sondern auch in vielen weiteren Lebensbereichen wichtig. Bis ich schliesslich Anfang Sommer 2017 auf das Thema nachhaltige Mode stiess.

Vieles hat sich verändert seither. Ich habe mich von der Fast Fashion Mode abgewandt, möchte nur noch Slow Fashion, am liebsten nachhaltig und fair.

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Photo on Unsplash

Ich liebe die Mode noch heute, vielleicht mehr denn je, aber anders. Mode ist für mich nun eine Ausdrucksform. Eine Kunst. Die Kunst seine Persönlichkeit und sein Innerstes, seine Gefühle auszudrücken. Heute stehe ich genauso auf Shows, schicke Kleidungsstücke und faszinierende Stoffe und Schnitte. Jedoch ohne all diese Trends. Ich möchte Kleider, die ich länger tragen kann, die nicht in oder out sind. Meine Garderobe (oder auf jeden Fall der Zuwachs) sollte zudem keine Verschmutzung, Vergiftung, Rohstoffausbeutung oder andere umwelt- oder gesundheitsschädliche Folgen mit sich ziehen. Ich möchte mich gut fühlen. Kein schlechtes Gewissen haben. (Hier könnt ihr sehen wo ich nun einkaufen gehe, wenn ich mal was brauche) Ich möchte zeigen, dass ein nachhaltiges Kleidungsstück nicht nur diese Woche ein Eyecatcher sein kann, sondern über Jahre.

Weniger, dafür qualitativ hochwertiger und langlebiger. Umwelt- und gesundheitstechnisch bedenkenlos. Das ist meine neue Regel, die mich zufrieden und glücklich macht.

Minimalistischer Schnitt. Hochwertiges Material. Textilien in weiss, Erdtönen, schwarz und grau. Eine weisse Kleiderstange mit Pullover, Hosen, Mantel und zwei Paar Schuhen. Eine Handtasche. Stilsicher. – Meine neue Garderobe.

 

 

 

*Diese Stücke habe ich immer noch und werde ich ausserdem in einem Monat an einem Flohmarkt in der Schweiz verkaufen.

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// POLYESTER: IT’S NOT A HORROR STORY, IT’S THE FACTS

Er befindet sich an einem windstillen Ort, mitten im Pazifik. Seine Fläche kommt vermutlich jener von Mitteleuropa gleich. Und geformt wird der achte Kontinent nicht aus Land, sondern aus über 80 Millionen Tonnen Müll, sogenannter Wohlstandsmüll.

/ m i k r o p l a s t i k .

Was hat dieser Müllberg mitten im Pazifik mit unserer Kleidung zu tun? Nun, nebst falsch entsorgtem Touristenmüll und Autoreifen bestehen grosse Teile (man schätzt 15 – 31 %) dieser Abfallberge aus Plastikpartikeln. Genauer gesagt aus Plastikpartikeln von synthetischer Kleidung, sogenanntem Mikroplastik. Obwohl ein grosser Teil des Abfalles aus Afrika und Asien stammt, tragen auch wir mit jedem Waschgang zur Verschmutzung der Weltmeere bei.

Während dem Waschen entsteht Reibung, was zur Folge hat, dass pro Waschgang (unabhängig von der Temperatur) ca. 100’000 Fasern pro Kilogramm Wäsche ins Abwasser gelangen. Moderne Waschmaschinenfilter und sogar die Filter der Kläranlagen sind zu wenig fortgeschritten, um alle diese Partikel raus zu filtern. Denn die Partikel sind mit einer Grösse von weniger als 5 mm zu klein. Dies führt dazu, dass der Mikroplastik zuerst in unseren Flüssen und Seen und schlussendlich im Meer landet. Mit verheerenden Auswirkungen:

Eine Studie der Universität Basel fand heraus, das der Rhein jährlich 10 Tonnen Mikroplastik in die Nordsee transportiert. Ein grosser Teil davon sind Kunststofffasern, wie sie in der Textilindustrie verwendet werden. Weiter fanden Forscher in über zwei Drittel von 400 untersuchten Fischen aus der Nord- und Ostsee  Mikroplastik und in acht von zehn Wasservögeln, die in heimischen (schweizerischen) Gewässern verenden. Auch die Arktis sowie die Tiefsee hat die Verschmutzung bereits erreicht.

Synthetische Kleidung ist heutzutage weit verbreitet, rund 60% aller hergestellten Kleidungsstücke besteht aus Polyester, Nylon oder Polyacryl. In den Jahren 2000 – 2016 hat sich die Verwendung von Polyester in der Textilindustrie von 8,3 Tonnen auf 21,3 Tonnen vervielfacht. Wohl jeder von uns, mich eingeschlossen, besitzt Zuhause ein oder mehrere synthetische Kleidungsstücke und wäscht diese regelmässig.

/ t a k e   a c t i o n .

Angesichts dieser Faktenlage wird schnell klar, was zu tun ist: Möglichst auf den Konsum von synthetischen Produkten verzichten. Ist dies nicht möglich, sollte auf recycelte Materialien geachtet werden. Ansonsten sind Naturprodukte wie Biobaumwolle klar zu bevorzugen. Die beste und langfristig einzig tragbare Lösung ist und bleibt jedoch ein bewusster, minimalistischer Konsum, bei dem auf gute Qualität geachtet wird. Wenn wir nur Kleidungsstücke kaufen, die uns sehr gut gefallen und bei denen wir uns vorstellen können, sie auch in ein paar Jahren noch zu tragen, so ist sogar laut Greenpeace der Rohstoff gar nicht mehr so entscheidend. Wichtig ist, dass das Kleidungsstück Wertschätzung erfährt und die Langlebigkeit im Zentrum steht.

„Buy less, choose well, make it last.“ – Vivienne Westwood

 

Photo by Caleb George and Paul Morris on Unsplash

Quellen: Greenpeace Österreich, Beobachter, Spiegel Online, Welt.de, Sugru auf Medium, Slow Fashion – Sustainable Style, Environmental Science & Technology

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// H A P P Y N E W Y E A R .

Ein frohes, gesundes, erfolgreiches, glückliches Jahr 2018.

Mit diesem Eintrag möchte ich meinen Blog luana.robin starten. Ein Blog über alle Themen, welche von meinen Neujahrsvorsätzen tangiert werden. Über Kreativität in allen Lebensbereichen, einen gesunden Lebensstil und über meine grosse Passion: Kleidung und Kunst.

Nachdem 2017 für mich eine echte Achterbahnfahrt war, habe ich mich dazu entschieden in neuen Jahr mehr an mir zu arbeiten. Dafür habe ich vier Vorsätze gefasst, welche mir helfen sollen ein glücklicheres, zufriedeneres und rundum wunderbares 2018 zu führen.

/ m e h r   K r e a t i v i t ä t .

Ich liebe zeichnen, malen, nähen, fotografieren, dekorieren, einrichten, werken, designen und so weiter und so fort. Leider mache ich es seit dem Studienbeginn (vor drei Jahren!!) nur noch sehr selten. Obwohl kreatives Arbeiten für mich das Allergrösste ist, habe ich es bis jetzt kaum geschafft Kreativität in meinen Alltag zu integrieren. 2018 möchte ich damit beginnen. Glückwunschkarten zeichnen, Kleider nähen, Museen besuchen, all das soll einen höheren Stellenwert in meinem Leben erhalten. Um bereits heute damit zu beginnen habe ich diesen Blog gestartet. Oft schweben mir Themen für bestimmte Artikel, Bilderreihen etc. im Kopf herum, zu Papier bringen würde ich sie aber nie … Meist, weil ich dafür zu faul bin, oder denke, dass sich sowieso niemand dafür interessiert. Dies soll sich mit luana.robin ändern. Einfach machen, für mich selbst, egal ob es gelesen wird oder nicht.

/ g e s u n d   l e b e n .

Was meine Pflegeprodukte, Medikamente etc. angeht, bin ich schon echt auf der grünen Spur würde ich meinen. Doch die gesunde Ernährung hat in den letzten Wochen und Monaten wieder etwas abgenommen. Nachdem ich vor ein paar Tagen den Film Food Choices gesehen habe, habe ich mich dazu entschieden wieder mehr darauf zu achten. Dieses Jahr soll plant-based werden! Ausserdem habe ich mir für das Winterhalbjahr ein Fitness-Abonnement gekauft. Auch das soll gut genutzt werden – zweimal in der Woche so lautet der Vorsatz.

/ p o s i t i v   l e  b e n .

Zum gesund leben gehört grundsätzlich auch die mentale Gesundheit und somit das positive Denken. Dieser Punkt ist für mich jedoch eine Schlüsselstelle und für mich nicht immer einfach umzusetzen. Aus diesem Grund habe ich es hier einzeln aufgeführt. 2017 war ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Einige Tiefen wären durch ein optimistischeres ich definitiv nicht nötig gewesen. Daran möchte ich 2018 nochmals vermehrt arbeiten.

/ m e h r   M o t i v a t i o n .

Ich gehöre zu diesen Studenten, die sich am ersten Tag der Lernphase das erste Mal den ganzen Stoff durchschauen und beginnen eine Ordnung in das Chaos zu bringen. Zusammenfassung schon erstellt, Übungen bereits gelöst – Fehlanzeige. Das wird bei mir alles in der Lernphase erledigt, zusammen mit einigen Nervenzusammenbrüchen und Heulkrämpfen habe ich es bis jetzt immer einigermassen gut vorbereitet an die Prüfung geschafft. Stressfrei für mich (und mein Umfeld!) war dieser Akt aber selten. Deshalb möchte ich das in meinem Masterstudium, das ich im Februar starten werde ändern. Das Ziel: Zusammenfassungen (ja, ich kann nur mit Zusammenfassungen lernen, auch wenn da eigentlich dasselbe drin steht wie auf den Folien) bereits vor der Lernphase geschrieben haben.

 

Okay gut, das wären meine Vorsätze, doch seien wir ehrlich, die meisten Leute vergessen ihre Vorsätze schon nach wenigen Wochen, manchmal sogar schon nach wenigen Tagen. Und nein, ich sehe mich da keineswegs als anders oder speziell. Ich gehöre definitiv auch zu dieser Sorte. Wie oft habe ich mir schon vorgenommen mehrmals die Woche Sport zu treiben, mehr Gemüse zu essen oder die Schulbücher dieses Jahr auch wirklich zu lesen und nicht nur eine Zusammenfassung zu kaufen. Deshalb habe ich mir dieses Jahr zur Unterstützung das ARTIST OF LIFE WORKBOOK von Lavendaire gekauft. Das Buch hilft einem, sich selbst nicht nur an Neujahr für schlappe 10 Minuten zu reflektieren, sondern basiert auf einer monatlichen Selbstreflektion und Zielsetzung. Denn wie Sophie Amorusous in der ersten Staffel der Serie Girlboss schreit: «life has got to be better than that». Und ganz ehrlich, so ist es doch. Deshalb müssen wir nun endlich etwas ändern und anfangen an uns zu arbeiten. Konstant.

Auf ein wunderbares 2018.

 

Photo by Christian Escobar on Unsplash

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